14. September 2011

Schon als Student hinter das Mikro

 

Gruppenbild Radio Q3 300x199 Schon als Student hinter das Mikro

Gruppenbild Radio Q Foto: Radio Q


Radio machen beim Hochschulradio „Radio Q“ in Münster

Wer als Student schon hinters Mikro will, ist bei einem studentischen Radiosender richtig aufgehoben. Hier kann der journalistische Nachwuchs sich schon früh als Redakteur und Moderator üben. Wer lieber im Hintergrund bleibt, wird in der Pressearbeit oder in der Personalabteilung tätig. Rundum: Für jeden gibt es die richtige Aufgabe.

„Radio Q“ in Münster ist  ein solcher studentischer Radiosender. Mitmachen kann  jeder, der an einer der Münsteraner Hochschulen eingeschrieben ist. Es gibt verschiedene Wege, bei „Radio Q“ mitzuarbeiten. Zum einen ist der Einstieg über eine Kompaktausbildung möglich. Acht Wochen Zeit muss das zukünftige Mitglied des „Radio Q“-Teams mitbringen, um die Grundlagen des Radiomachens zu erlernen. In den ersten zwei Wochen wird der Neuling in die Arbeit der Wortredaktion eingeführt. Hier werden Beiträge vorbereitet und Texte für den Vortrag im Radio vorgeschrieben. Mit der Übung verbessert sich auch das Sprechen hinter dem Mikro. Was anfangs noch ein wenig abgelesen wirkt, klingt bald schon locker und flüssig. Unterstützt wird, in dieser ersten Phase der Ausbildung, das Morgenprogramm „Coffeeshop“ des Senders. Jeder Sendung folgt eine Feedbackrunde. So erfährt jeder, was er schon gut kann und woran er noch arbeiten muss. In der nächsten Phase geht es bereits hinter das Mikro. Der Neuling darf die Campusnachrichten sprechen und kann so gleich ausprobieren, wie seine Stimme im Radio klingt und ob er sich wohl dabei fühlt, oder ob er doch lieber im Hintergrund arbeiten möchte. Während dieser Ausbildung wird das komplette Spektrum der journalistischen Grundlagen des Radiomachens in Workshops gelehrt. Eine zusätzliche Motivation für Studenten: Die Ausbildung kann für das Studium angerechnet werden.

Der zweite Weg in die „Radio Q“-Redaktion führt über das Praktikum. Nach drei Grundlagenkursen oder nach einem NRW-Medientrainerkurs ist ein direkter Einstieg als freier Mitarbeiter möglich. In der freien Mitarbeit werden Beitragsthemen auf Abruf angenommen und bearbeitet. Jeder Beitrag sollte einen Bezug zur Hochschule oder zur Wissenschaft haben, für Studenten allgemein interessant sein oder die Stadt Münster betreffen.

Die Jobs bei „Radio Q“ sind vielfältig und nennen sich Chef vom Dienst, Abteilungsleiter und Vorstand. Der Chef vom Dienst ist jeweils für die Planung eines Sendetages verantwortlich. Als Abteilungsleiter übernimmt der junge Radiomacher zum Beispiel Verantwortung für die Online-Redaktion. Hier wird die Internetseite gepflegt und Podcasts für das Radio vorbereitet.  Die Musikredaktion wählt die Musik aus, die hinterher im Radio gespielt wird. „Hochschulradios werden gerne von Labels benutzt um Trends rauszufinden“, weiß Vorstandsmitglied Benjamin Bertram. In einer festen Redaktionssitzung wird neue Musik, die das Radio von den Labels selbst erhält, ausgewertet. Mit Hilfe einer roten und einer grünen Karte können die Teilnehmer abstimmen. Im Anschluss wird ein Bewertungszettel ausgefüllt. Hier kann jeder Student mitmachen, auch ohne Mitglied der „Radio Q“-Redaktion zu sein. Eine Mitarbeit im Team ist auch in Marketing und Öffentlichkeitsarbeit oder in der Personalabteilung möglich. Wer moderieren will, muss eine Zusatzausbildung absolvieren, die in der Regel ein Jahr dauert.

Nach der Einstiegsphase wird jeder Mitarbeiter Mitglied des Vereins „Radio Q e.V.“ Dann unterschreibt das neue Mitglied die Satzung und das Redaktionsstatut, hierdurch soll auch die Qualität der Beiträge gesichert werden. Die Mitgliedschaft kostet 12,50 Euro im Semester.

Das studentische Radio finanziert sich über den Semesterbeitrag, jeder Studierende steuert 20 Cent bei, und über Sponsoren, wie dem Studentenwerk und Kooperationspartnern. Der „Radio Q“-Verein hat heute über 200 Mitglieder. In den redaktionellen Betrieb eingebunden sind 50 bis 60 junge Radiomacher. Hören kann man „Radio Q“ in Münster auf 90,9 MHz (UKW) oder auf 105,3 MHz (Kabel) und in Steinfurt auf 103,9 MHz (UKW). Wer Lust zum Radiomachen bekommen hat und selber mitmachen will, findet weitere Informationen unter www.radioq.de.

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