Immer mehr Leute nutzen journalistische Angebote online. Mittlerweile hat jede Tageszeitung, jede Zeitschrift, jeder Radio- und jeder TV-Sender eine InternetprĂ€senz. FĂŒr die journalistischen Redaktionen bedeutet dies neue Herausforderungen. Denn nicht nur, dass das Publikum erwartet, dass Inhalte im Internet frei zugĂ€nglich sind und so neue Finanzierungsstrategien entwickelt werden mĂŒssen, auch in der alltĂ€glichen journalistischen Arbeit mĂŒssen  die Möglichkeiten, die das Internet bietet, berĂŒcksichtigt werden.
StĂ€ndige  Aktualisierung. Zeitungen und Zeitschriften erscheinen in einem festen Rhythmus, Nachrichtensendungen im Fernsehen und Radio sind normalerweise an feste Zeitfenster gebunden. Im Internet gelten diese EinschrĂ€nkungen nicht mehr, wodurch dem Journalismus hinsichtlich der AktualitĂ€t der Berichterstattung keine Grenzen gesetzt sind. Doch: Ist AktualitĂ€t möglich, erwartet das Publikum auch AktualitĂ€t. Onlinejournalisten mĂŒssen also immer am Ball bleiben. Die Gefahr dabei ist allerdings, dass durch die Geschwindigkeit die QualitĂ€t auf der Strecke bleibt.
Vernetzung und Archivierung. Durch Hyperlinks können verschiedene Artikel zu verwandten Themen vernetzt werden. Der Leser kann so auf Artikel verwiesen werden, die ihn ebenfalls interessieren könnten. Zeitliche Begrenzungen gibt es dabei nicht, da alles archiviert werden kann und so auch Berichte, die vor mehreren Jahren erschienen sind, leicht wiederzufinden sind. Vernetzung und Archivierung sind groĂe Chancen fĂŒr den Journalismus ein breites und tiefgrĂŒndiges Wissensnetz aufzubauen â sie mĂŒssen aber auch genutzt werden.
InteraktivitĂ€t. In klassischen Medienformaten kommt das Publikum z.B. durch Leserbriefe nur in kleinen Rubriken und nur eingeschrĂ€nkt zu Wort. Im Internet ist dies anders: Bei den meisten Angeboten gibt es Kommentarfunktionen, die eine relativ umfassende Nutzerbeteiligung ermöglichen. FĂŒr den Journalismus bedeutet das zwar einen engeren Kontakt zum Publikum, aber auch mehr Arbeit, da die Kommentare moderiert werden mĂŒssen, um grundlegende Standards zu wahren und eine gewisse QualitĂ€t des Onlineangebots gewĂ€hrleisten zu können.
CrossmedialitĂ€t. Das Internet ist multimedial. Journalistische Angebote sind so nicht nur auf eine Darstellungsform beschrĂ€nkt. Tageszeitungen und Zeitschriften können auf ihren Internetseiten auch Videos veröffentlichen. UrsprĂŒngliche Radio- oder TV-Angebote brauchen fĂŒr ihre Internetangebote  Texte. Journalisten sollten also nicht ânurâ auf das Schreiben von Berichten oder ânurâ auf das Produzieren von Radio- oder TV-BeitrĂ€gen spezialisiert sein, sondern alle Facetten der journalistischen Arbeit beherrschen â es ist crossmediales Arbeiten gefragt!
Die Technik des Internets kann bei all diesen Herausforderungen fĂŒr den Journalismus eins garantieren: Langweilig wird es bestimmt nicht! Wer weiĂ, welche Möglichkeiten der technische Fortschritt noch bringt?










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