Gordon James Worthmann, oder: Ich schreibe, also bin ich. Wie jedes Kind mit differenzierten ethnischen Wurzeln war auch ich als Sohn einer schottischen Soldatenfamilie, die während der Besatzungszeit nach dem 2.Weltkrieg hier ansässig wurde, stets bemüht die nationalen Identitäten, also meine deutsche Pedanterie und meinen britischen Charme, in Einklang miteinander zu bringen. In meinem Fall verkehren beide jedoch nicht mal auf freundschaftlicher Basis miteinander. Der richtige Weg auf der Landkarte des Lebens erschloss sich mir daher erst 1997 als ich im Düsseldorfer Schauspielhaus in dem Stück „Harrys Kopf“ erstmals vor einem großen Publikum auftrat. Dennoch hatte ich damals noch nicht mal eine halbe Ahnung davon, wo mich meine Füße hintragen werden. Aber wie der größte Mann der Welt einst sagte: „Ich weiß nicht immer, wovon ich rede. Aber ich weiß, dass ich recht habe!“ Daher nutzte ich auch meine Freizeit um sowohl als Texter und Karikaturist, als auch in der Schlüsselposition eines Praktikanten an der Deutschen Oper am Rhein und beim ZDF zu arbeiten; in der Hoffnung, dass dies mir weitere Perspektiven eröffne. Und was soll ich sagen, das hat es: Die Erfahrungen, die ich dort auch schon vorher als freier Mitarbeiter machen konnte, veranlassten mich eigenständig das Filmprojekt „Processed Malus“ ins Leben zu rufen. Es ist der erste Film bei dem ich selbst Regie geführt und das Drehbuch geschrieben habe, und feierte Ende 2011 Premiere. Neben alledem habe ich natürlich auch die Schule erfolgreich beendet und wurde 2008 ehrenhaft aus dem Dienst als Schüler entlassen; meine Marke und meine Dienstwaffe musste ich natürlich abgeben. Im Gegenzug erhielt ich einen Persilschein, den Akademiker mondän als „Abitur“ deklarieren. Mit diesem Blankoscheck in der Tasche und akrobatischen Zukunftsvorstellungen im Kopf begann ich 2009 eine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation. Aufgrund meiner Leistungen und meinem Hang zum Theatralischen konnte ich diese verkürzen und bin nun bereit mich mit einem Praktikum beim Radiosender "News 89.4" in Neuss auf mein Studium vorzubereiten. Das Jahr, welches Roland Emmerich und die Maya als das Datum des Weltuntergangs prophezeit haben, dem Anfang vom Ende, soll nichtsdestotrotz mein Alpha statt das Omega werden. Damit mir dies auch gelingt, und ich nicht in ewiger Verdammnis fronen muss, registriere ich mich hiermit für den LBS Wegweiser-Preis 2012.
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