Studium und Ausbildung

9. Mai 2012

Mit der Kamera berichten

von

Journalistische Erfahrungen vor und hinter der Kamera sammeln und gleichzeitig Leistungen für das Studium erbringen, diese Möglichkeit haben Studenten der Universität Bielefeld bei Campus TV. In zwei aufeinander aufbauenden Seminaren erlernt der journalistische Nachwuchs die Arbeit mit der Kamera. Mitmachen können Studenten der verschiedensten Fachrichtungen.

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Campus TV an der Universität Bielefeld Foto: Campus TV

„Da studentische Initiativen unter den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen leiden, was die Teilnehmerzahl betrifft, hat man hier in Bielefeld die Möglichkeit gleichzeitig Punkte für das Studium zu erwerben“, erläutert Redaktions- und Seminarleiter Jochen Kopp. Zusammen mit dem Lehrbeauftragten Jörg Erber, ebenfalls Redaktions- und Seminarleiter, führt er die Studenten in die Welt des Fernsehens ein. Im „Basic“-Kurs haben die Nachwuchsjournalisten die Chance an zwei langen Wochenenden sowohl theoretisches journalistisches Wissen, als auch den Umgang mit der Kamera und den Schnittprogrammen zu erlernen. Um den Druck auf die Anfänger etwas abzumildern, wurde hier in der letzten Blockveranstaltung zunächst eine Mystery Sendung parodiert. Durch diesen spielerischen Einstieg können die angehenden Fernsehjournalisten zunächst die neue Aufgabe erlernen, ohne gleich in direkten Kontakt zu Interviewpartner treten zu müssen.

Wer nun das Fernsehen für sich entdeckt hat, kann beim Seminar „Campus TV – Die Redaktion“ teilnehmen. In einem wöchentlichen Seminar wird hier das theoretische Wissen vertieft, gleichzeitig findet die Redaktionskonferenz statt: Mögliche Themen werden diskutiert, Rohschnitte begutachtet. Unterstützt wird der journalistische Nachwuchs von der Tutorin Juliane Otto. Vor allem beim Schneiden unterstützt sie die Campus TV-Redaktionsmitglieder. „Wichtig ist, dass die Studierenden stark betreut werden“, betont Jochen Kopp. In Bielefeld wird kein Studium der Journalistik angeboten, alle studieren unterschiedliche Fachrichtungen, so dass der Nachwuchs langsam in das neue Metier eingeführt werden muss.

Ein Mal im Monat strahlt Campus TV eine 15-20 minütige Sendung aus. Pro Sendung wird ein Chef vom Dienst ernannt. „Für eine Sendung hat er alle Fäden in der Hand“, erklärt Jochen Kopp die Arbeit. Hierzu gehört zum Beispiel das Erstellen eines Ablaufplans. Auch der Moderator stammt aus dem Seminar. Um vielen eine Chance zu geben, sich auch vor der Kamera auszuprobieren, wechselt dieser. Gewählt wird er durch ein kleines Casting im Seminar. Die Kameraführung während der Sendungsaufzeichnung übernehmen hierbei Auszubildende, Mediengestalter Bild und Ton, da sie mehr Erfahrung im Umgang mit der Kamera haben. Wichtig ist den Seminarleitern, dass die Seminarteilnehmer durch die Sendung lernen, sich in größere Zusammenhänge einzufügen. „Eine gute Vorbereitung auf die Arbeitswelt“, weiß Jochen Kopp.

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Foto: Campus TV

Einige der ehemaligen Campus TV-Studenten hat es in die Medien verschlagen: Zum Radio, zu Produktionsfirmen, zur Tageszeitung, aber auch in die Öffentlichkeitsarbeit. Doch auch wenn die Studenten hinterher nicht journalistisch tätig sind, sei die Arbeit bei Campus TV eine wichtige Erfahrung. „Studenten lernen hier, wie man Dinge in der Öffentlichkeit darstellt und was Journalisten von einem wollen“, und das, so Jochen Kopp, könne man in jedem Beruf gebrauchen.

Wer mehr erfahren will und sich die Arbeit bildlich vorstellen möchte, der schaut am besten unter diesem Youtube Link nach. Weitere Informationen zum Nachlesen gibt es unter: www.uni-bielefeld.de/campus-tv/

18. April 2012

Studieren und Arbeiten verbinden

von

Studieren, Arbeiten und ein großes Medieninteresse miteinander verbinden, wie geht das? Verena Stoker macht es vor. Sie studiert BWL- Medien- und Kommunikationswirtschaft an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Der Schwerpunkt ihres Studiums liegt auf den Bereichen Verlage, Hörfunk und Fernsehen. Den praktischen Teil ihrer Ausbildung absolviert sie bei der Südwest Presse in Ulm. Zurzeit wohnt sie in Kapstadt, wo sie ein Auslandssemester an der Cape Peninsula University of Technology macht.

 

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Verena Stoker

Warum hast du dich für das Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg entschieden?

Nach meiner Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print, hatte ich Lust weiterhin arbeiten zu gehen. Gleichzeitig wollte ich auch auf jeden Fall studieren. Die Kombination aus beidem war für mich das Interessante an dieser Art des Studiums. Es bot mir die Möglichkeit gleich mitzuarbeiten.

Wie ist dein Studium aufgebaut?

Alle drei Monate wechseln sich Praxis- und Studienphasen ab. Während der Zeit an der DHBW bin ich durchgängig von Montags bis Freitags an der Hochschule. Am Ende des Semesters steht die Klausurphase an. Durch Profilfächer habe ich die Möglichkeit, in meinem Studium individuelle Schwerpunkte zu setzten. Der Unterschied zu einem Studium an anderen Universitäten ist, dass wir nur sechzehn Studenten in unserem Studiengang sind. Das ist toll, da es viele Vorteile hat in einer kleinen Gruppe zu lernen. Eine Verlängerung des Studiums über sechs Semester hinaus ist nicht möglich. Der Vorteil bei einem dualen Studium ist also, dass ich auf jeden Fall nach drei Jahren meinen Abschluss habe. Außerdem verdiene ich sowohl während den Praxis- als auch während den Theoriephasen schon Geld. .

Die Praxisphasen sind sehr projektbezogen. In den ersten beiden Studienjahren muss ich jeweils eine Projektarbeit abgeben, die ich im Verlag erarbeite. Im dritten Studienjahr schließt sich dann die Bachelorarbeit an. Da unsere Semester kürzer sind, als die Semester an anderen Universitäten, sollen wir so theoretische Inhalte auch während der Praxisphasen erlernen. Das tolle ist, dass ich keine Beispielaufgaben mache, sondern mich mit echten Fällen aus der Praxis beschäftige. Dabei kann ich meine eigenen Ideen einbringen und diese werden dann umgesetzt. Was ich schreibe, hat Konsequenzen, das begeistert mich. Zudem durchlaufe ich in der Praxisphase die verschiedenen Bereiche eines Verlags. Ich habe viel Glück, da mir die  Option geboten wurde, auch einige externe Stationen zu durchlaufen. So konnte ich auch die redaktionelle Arbeit bei einem regionalen Fernsehsender und die Marketingabteilung des Radiosenders SWR 1 kennenlernen.

Jetzt wohnst du drei Monate in Kapstadt. Ein Auslandsemester ist also auch während eines dualen Studiums möglich?

Mir war erst nicht klar, dass die Möglichkeit besteht, da unsere Semester ja kürzer sind, als an nicht dualen Hochschulen. Wir studieren kein ganzes Semester hier in Kapstadt, weil zuhause dann schon wieder die nächste Praxisphase beginnt. An der Cape Peninsula University of Technology gibt es jedoch die Möglichkeit schon während des laufenden Semesters die erforderlichen Prüfungsleistungen zu erbringen, die mir dann in Ravensburg angerechnet werden. Ziele für ein Auslandssemester sind zum Beispiel Kapstadt und Durban in Südafrika oder Santa Barbara in Kalifornien. Voraussetzung ist ein Notendurchschnitt von mindestens 2,5. Für mich ist das Semester in Kapstadt eine tolle Erfahrung. Der Campus hier ist riesig, ganz anders als in Ravensburg. So kann ich auch das Studentenleben an einer großen Universität miterleben. Kapstadt ist ein toller Ort zum Studieren. Das Studium und das Leben hier gefallen mir sehr gut. Bei Austauschstudenten von anderen Universitäten bekomme ich oft mit, dass sie ein Urlaubssemester einlegen mussten, um hierher zu kommen. Ich habe dagegen die Chance, die Zeit hier in mein Studium zu integrieren, so dass ich trotzdem nach sechs Semester meinen Abschluss mache.

Was würdest du anderen raten, die sich für ein duales Studium der BWL- Medien- und Kommunikationswirtschaft interessieren?

Auf jeden Fall sollten sie sich ein spannendes Unternehmen aussuchen, das sie begeistert. Es ist wichtig, dass das Unternehmen zu einem passt. Obwohl Ravensburg eine kleine Stadt ist, genießen wir unsere Theoriephasen dort sehr. Und trotz des straffen Vorlesungsplans, kommt hier auch das Studentenleben nicht zu kurz. An der DHBW in Ravensburg kommen Studenten aus ganz Deutschland zusammen, die alle in unterschiedlichen Städten arbeiten. Schon während des Studiums kann so ein berufliches Netzwerk aufgebaut werden.

Und was sollte man mitbringen, um diesen Studiengang zu absolvieren?

Man sollte auf jeden Fall Neugierde und Interesse an den Medien mitbringen. Man muss etwas lernen wollen. Zudem sollte man aufgeschlossen, offen und kontaktfreudig sein. Wichtig ist auch, dass man gut mit Menschen umgehen und sich immer wieder auf neue Leute einstellen kann. Flexibilität ist auch eine notwendige Eigenschaft. Das Studium ist alle drei Monate mit einem Umzug verbunden, was auf die Dauer schon stressig ist.

Das Interview wurde am 22. März 2012 von Lara Sasse geführt.

29. Februar 2012

Ausbildung beim Lokalradio

von

Jede Region hat ihr Lokalradio. Die Westmünsterland-Welle Radio WMW ist das Lokalradio für den Kreis Borken. Der Sender ging im. April 1992 auf Sendung und bekam seine Lizenz von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM). Chefredakteur Reiner Mannheims ist Diplomjournalist und kommt selbst aus Borken. Er arbeitet bei Radio WMW von Beginn an mit. weiterlesen »

22. Februar 2012

Studienanfang – Welche Versicherungen brauche ich?

von

Im März beginnt für viele von euch das Studium und neue und vor allem aufregende Erfahrungen liegen vor euch. Der Beginn eines Studiums bedeutet oftmals auch den Auszug aus dem Elternhaus und vieles muss organisiert werden. Neben dieser Aufregung werden oft wichtige Themen wie Versicherungsschutz vergessen oder vernachlässigt. Welche Versicherungen gibt es und welche braucht ihr? Und vor allem: Welche Versicherungen haben eure Eltern – und von welchen könnt ihr noch profitieren?

Die folgende Auflistung gibt euch eine Übersicht über die wichtigsten Versicherung, eine kurze Beschreibung wofür ihr die Versicherung braucht und was ihr beachten solltet. Diese Angaben sind Hinweise und Anregungen für euch und die Leistungen der Versicherungsunternehmen variieren zum Teil stark. Daher können hier keine verbindlichen Angaben gemacht werden und es ist wichtig, dass ihr euch vor dem Abschluss einer Versicherung mehrere Angebote einholt und diese miteinander vergleicht. Das ist zwar anfangs mit Stress verbunden, es hilft euch aber das richtige Angebot auszusuchen und Geld zu sparen.

Haftpflichtversicherung:

Die Haftpflichtversicherung ist die wichtigste Versicherung von allen und ein absolutes „Must-have“. Sie bietet euch finanziellen Schutz vor Schadenersatzansprüchen. Verursacht ihr zum Beispiel einen Unfall, können von euch hohe Geldbeträge als Ausgleich des Schadens gefordert werden. Seid ihr ausreichend versichert, übernimmt die Haftpflichtversicherung  die entstehenden Kosten.

Es wird vor allem zwischen Personen- und Sachschäden unterschieden. Personenschäden entstehen dann, wenn ihr unabsichtlich einer anderen Person schadet. Stellt euch zum Beispiel vor, dass ihr unachtsam über die Straße lauft, dabei eine ältere Dame auf dem Fahrrad überseht und diese euretwegen erhebliche Verletzungen erleidet.

Ein Sachschaden dagegen entsteht beispielsweise, wenn ihr ausversehen den Laptop eines anderen fallen lasst und dieser dadurch kaputt geht. In beiden Schadensfällen springt die Versicherung für euch ein und übernimmt die entstehenden Kosten.

Während eurer ersten Ausbildung und auch im ersten Studium seid ihr über eure Eltern mitversichert. Mit dem Beginn einer zweiten Ausbildung müsst ihr auf jeden Fall eine eigene Privathaftpflichtversicherung abschließen. Wichtig ist, dass ihr eure Eltern fragt, ob diese eine Privathaftpflichtversicherung besitzen und dass ihr mit der Versicherung die Bedingungen besprecht, unter denen ihr familienversichert seid.

Hausratversicherung:

Eine Hausratversicherung ist dann sinnvoll, wenn ihr euren eigenen Haushalt habt. Über die Hausratversicherung sind in der Regel Schäden, die durch Feuer, Blitzschlag, Explosion, Einbruchdiebstahl, Vandalismus, Leitungswasser, Sturm und Hagel entstehen versichert. Nicht nur Einrichtungsgegenstände sondern auch eure Klamotten werden in solchen Schadensfällen dann von der Versicherung ersetzt. Zu Einrichtungsgegenständen zählen beispielsweise Möbel, Teppiche und Elektrogeräte.

Eine zusätzliche Option der Hausratversicherung ist die Absicherung des eigenen Fahrrads gegen Diebstahl. Diese Zusatzversicherung kann meistens gegen nur einen geringen monatlichen Aufpreis mit abgeschlossen werden. Wird euer Rad geklaut, ersetzt die Versicherung das Fahrrad bis zu einem bestimmten Betrag.

Die Hausratversicherung muss immer gesondert abgeschlossen werden und ist nicht in der Versicherung eurer Eltern integriert.  Wohnt ihr jedoch zum Beispiel mit eurem Freund oder Freundin zusammen, ist eine Versicherung pro Haushalt ausreichend.

Krankenversicherung:

Studenten sind in der Regel bis zum 25. Lebensjahr über die Eltern mitversichert. Ab dem 25. Lebensjahr müssen sich Studenten selbst versichern und können bis zum 30. Lebensjahr eine studentische Krankenversicherung abschließen. Voraussetzung ist, dass das 14. Fachsemester noch nicht abgeschlossen wurde. Der Beitrag für Studierende in der Kranken- und Pflegeversicherung wird vom Gesetzgeber festgelegt und ist für alle Krankenkassen gleich. Derzeit beträgt der Beitrag für Kranken- und Pflegeversicherung für kinderlose Studenten 77,90 € und für Studenten mit Kindern 76,41 € monatlich. Auszubildende dagegen müssen sich rechtzeitig zum Ausbildungsstart selbst versichern.

Für Studenten, die nebenbei einen Job haben oder Praktika absolvieren, gelten ganz bestimmte Bedingungen, unter denen sie weiterhin über ihre Eltern mitversichert sein können. Dazu zählen beispielsweise Höhe des Gehaltes und Art des Praktikums (freiwilliges oder Pflichtpraktikum).  Ob die Versicherung über die Eltern erfolgen kann,  ist von vielen Faktoren abhängig und kann an dieser Stelle nicht verallgemeinert dargestellt werden. Informiert euch dazu bitte rechtzeitig bei eurer Krankenkasse.

Unfallversicherung:

Die Unfallversicherung kommt für Schäden auf, die euch in eurer Freizeit durch Unfälle entstehen. Je nach Art und Auswirkungen des Unfalls werden unterschiedliche Leistungen von der Versicherung angeboten. So werden beispielsweise eventuelle Bergungskosten nach einem Unfall übernommen oder einmalige Geldbeträge an euch überwiesen, wenn ihr einen bestimmten Invaliditätsgrad durch den Unfall erlitten habt. Die Unfallversicherung ist sehr umfangreich und ihr solltet bei Interesse auf jeden Fall Kontakt zu eurer Versicherung aufnehmen!

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU):

Berufsunfähig zu sein bedeutet, dass jemand langfristig bei der Ausübung seines Berufes durch Krankheit, Unfall oder Invalidität beeinträchtigt ist. Berufsunfähige Menschen können den erlernten Beruf nicht mehr ausüben, sie können jedoch anderer Arbeit nachgehen und müssen Umschulungen in Kauf nehmen.  Diese sind in der Regel sehr teuer und zeitaufwendig. Die finanzielle Hilfe der gesetzlichen Berufsunfähigkeitsversicherung fällt sehr gering aus und ist oftmals nicht ausreichend um den gewohnten Lebensstandard halten zu können. Die private BU zahlt dann zusätzlich Geldbeträge, mit der die Versorgungslücke geschlossen werden kann.  Genauso wie die Unfallversicherung ist die BU sehr komplex und ihr solltet euch bei Interesse auf jeden Fall beraten lassen!

Es gibt es noch viele andere Versicherungen, die unter Umständen auch für euch interessant sein könnten. Dazu zählen beispielsweise die Kfz-Versicherung, Verkehrsrechtschutzversicherung und die private Rentenversicherung. Informationen dazu erhaltet ihr im Internet oder bei eurer Versicherung.

15. Februar 2012

Ausbildung bei der Burda Journalistenschule

von

Hubert Burda Media ist ein international agierendes Unternehmen und seine Magazine sind weltweit bekannt. Titel wie Instyle, Bunte, Elle, Focus, freundin und Playboy sind nur einige Beispiele auf der langen Liste. Neben dem Zeitschriftengeschäft und vielen weiteren Geschäftsbereichen bildet Hubert Burda Media seine eigenen Nachwuchskräfte aus.

In einem zweijährigen Volontariat bietet der Verlag angehenden Redakteuren die Möglichkeit, einen Einblick in die redaktionelle Arbeit zu erhalten und sich journalistische Kenntnisse anzueignen. Die duale Ausbildung gliedert sich in den Besuch der Burda Journalistenschule und in die Tätigkeit in Redaktionen von Hubert Burda Media. Je nach gewählter Redaktion stehen die Einsatzorte München, Offenburg, Berlin oder Hamburg zur Auswahl.

Pro Jahrgang werden circa 30 Bewerber/-innen als Volontäre ausgebildet. Ihnen winkt eine spannende und abwechslungsreiche Ausbildung. In einer viermonatigen Schulung werden zunächst die Grundlagen des Journalismus vertieft und das erworbene Wissen dann anschließend in den Redaktionen von Hubert Burda Media angewendet. Die Volontäre werden während der Ausbildung einer festen Redaktion zugeordnet und hospitieren für die Dauer von acht Wochen in einer Zweitredaktion.“Das tolle an der Ausbildung ist, dass wir erst mal die Grundlagen des Journalismus kennenlernen. Dazu zählen unter anderem auch Moderationstraining und Fotografie-Kurse. Das ist sehr hilfreich, wenn man hinterher in der Redaktion ist. Außerdem gefällt es mir, dass wir acht Wochen in einer Zweitredaktion arbeiten. Da haben wir die Chance, mal eine andere Online- oder Print-Redaktion von Hubert Burda Media kennenzulernen“, schwärmt Valerie Till, Volontärin bei Hubert Burda Media.

Am Ende der Ausbildung erfolgt das circa siebenwöchige Abschlussprojekt. Dieses nimmt einen besonderen Teil der Ausbildung ein und stellt die Nachwuchsjournalisten vor eine große Herausforderung. Gemeinsam mit ihren Ausbildungsleitern erstellen die jungen Redakteure eine eigene Zeitschrift, die anschließend von Hubert Burda Media auf dem Markt getestet wird. Die Volontäre sind dabei an allen Prozessen von der Erstellung des Konzepts bis zur Markteinführung beteiligt.

So haben beispielweise die 31 Journalistenschüler des Abschlussjahrgangs 2011 die Zeitschrift „Hollyhome“, ein junges Wohnmagazin, redaktionell entwickelt und am 14. September 2011 zunächst als einmaliges Sonderheft auf den Markt gebracht. Der Name des Heftes wurde von den Volontären entwickelt und bedeutet „Stechpalme“. Das Wort symbolisiert den Auszug von zu Hause, denn oft schenken Eltern ihren Kindern eine Pflanze zum Auszug. Die stachelige Stechpalme wurde von dem Jahrgang bewusst gewählt und erinnert sowohl an anfängliche Startschwierigkeiten in der ersten eigenen Wohnung, als auch an die Freiheit, die den Kindern mit ihrem Auszug bevorsteht. Dem Abschlussprojekt sind somit keine Grenzen gesetzt und die Volontäre können ihrer Kreativität und Ideen freien Lauf lassen.

Interessenten für ein Volontariat bei Hubert Burda Media müssen ihre Bewerbungen bis spätestens zum 1. Juli des Jahres einreichen, um dann am 1. Oktober mit der Ausbildung beginnen zu können. Voraussetzung für das Volontariat ist ein vorher absolviertes, mindestens dreimonatiges Praktikum in der Redaktion von Hubert Burda Media, in der auch die Ausbildung erfolgen soll. Aus allen Praktikanten, die über das ganze Jahr verteilt ein Praktikum bei Hubert Burda Media absolviert haben, werden dann die zukünftigen Volontäre nominiert. Außerdem sollten Bewerber folgende Kriterien erfüllen: Bestenfalls sollten sie Abitur, ein abgeschlossenes Studium oder Berufsausbildung, erste praktische Erfahrungen und ein mindestens einmonatiges Praktikum bei einer Tageszeitung vorweisen können. Nur in Ausnahmefällen können auch Praktikanten ohne abgeschlossenes Studium oder Berufsausbildung ausgebildet werden. Ein Aufnahmetest entscheidet dann über die Zulassung zum Volontariat.

Ansprechpartner sind derzeit Jens Schröter, Leiter der Journalistenschule, und Lydia Krumet, Senior Manager der Journalistenschule. Ihre Kontaktdaten und mehr Informationen erhaltet ihr auf der Webseite www.burda-journalistenschule.de/.

18. Januar 2012

Bachelor- Doppelabschluss in Edinburgh, Schottland: Communication, Advertising and PR

von

Abitur, Ausbildung, Studium. Die Vielzahl an Möglichkeiten ist groß, die Entscheidung oftmals schwer und die Auswahl des Studienganges eine Herausforderung: Was soll ich studieren, was möchte ich werden und was hebt mich von den anderen Studenten bei der späteren Berufswahl ab? Der Druck auf Berufseinsteiger steigt von Jahr zu Jahr: Die Hochschulabsolventen sollen möglichst jung sein, Auslandserfahrung haben und am besten zwei Fremdsprachen fließend sprechen. Wie soll all das in drei Jahren Bachelor-Studium möglich sein?

Edinburgh bietet eine Lösung. Studenten aus nahezu allen Fachrichtungen können das fünfte und sechste Semester in Schottland an der Edinburgh Napier University absolvieren und anschließend sowohl einen deutschen als auch schottischen Abschluss aufweisen. Hinzu kommen Auslandserfahrung und nahezu fließendes Englisch. Einige Hochschulen und Universitäten haben bereits ein Abkommen mit der schottischen Universität geschlossen (z.B. die Fachhochschule Aachen und Hochschule Osnabrück) und schicken ihre Studenten regelmäßig ins Ausland. Aber auch Studenten, die nicht von diesem Abkommen profitieren, können sich als “Freemover“ bewerben und unabhängig von ihrer Hochschule den Auslandsaufenthalt planen. Wichtig ist dann, dass alles ganz genau mit der Uni  in Deutschland abgesprochen wird. Es muss geklärt werden welche Kurse angerechnet werden können und wie viele Credits dafür gegeben werden. Ausserdem muss die Notenumrechnung sowie der Zeitpunkt, wann die deutsche Bachelorarbeit geschrieben wird, besprochen werden. Je nach Motivation und Disziplin kann der Doppelabschluss insgesamt in sechs oder sieben Semestern erreicht werden.

Edinburgh ist eine attraktive Stadt für den Doppelabschluss, da die Studiengebühren von der schottischen Regierung übernommen werden (http://www.saas.gov.uk/). Wer sich frühzeitig bewirbt braucht keine Angst zu haben, dass die Zahlung der Gebühren durch die Regierung nicht rechtzeitig erfolgt. Außerdem hat die Uni in Edinburgh viele Studentenheime, die einen Start in einer fremden Stadt einfacher machen. Die Chance einen Platz in einem Wohnheim zu bekommen liegt nahezu bei hundert Prozent.

Zurzeit können Studenten im dritten Bachelorjahr in Schottland einsteigen und müssen dann in dem Studiengang Communication, Advertising and PR drei Module belegen: “Advertising“, “Communication Management“ und ein Wahlpflichtmodul. Es kann gewählt werden zwischen “Brand Management“, “Starting a new Business“ und einem Praktikum parallel zum Studium.
Das zweite Semester gliedert sich erneut in drei Module: “Online Communication“, “Public Relation” und ein weiteres Wahlpflichtmodul. Zur Auswahl stehen “International Marketing”, “Visual Communication” oder “Critical Debates in Communication Theory”.

Jedes Modul gliedert sich jeweils in eine Vorlesung und ein Tutorium. Im Tutorium werden anhand von Fallstudien die Themen aus der Vorlesung vertieft und in regelmäßigen Abständen müssen Hausarbeiten eingereicht werden. Lerninhalte werden so kontinuierlich bearbeitet und Themen durch selbst ausgewählte Literatur selbständig erarbeitet. Das Studium erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin und ist anfangs eine große Umstellung, da die Anforderungen der Professoren anders sind als in Deutschland. So ist beispielsweise die Note der eigenen Hausarbeit oftmals abhängig von der Anzahl der Literatur, die mit einbezogen worden ist.

“You will get used to it“ – Du wirst dich daran gewöhnen! Der Schritt ins Ausland ist schwer, aber machbar und voll mit neuen Erfahrungen. Der Doppelabschluss kann nicht nur im Bereich der Kommunikationswissenschaften sondern in vielen Studiengängen erreicht werden.  Auf der Webseite der Edinburgh Napier University unter http://www.napier.ac.uk/Pages/home.aspx  findet ihr mehr Informationen über die Uni, die Studiengänge und Ansprechpartner vor Ort.

9. November 2011

Tipps vom Deutschen Journalisten Verband NRW

von

Ihr schreibt für euer Leben gerne und euer Traum ist es Journalist/in zu werden? Aber wie macht ihr das? Worauf müsst ihr achten? Und wer gibt wertvolle Tipps? Durch die Informationsflut im Internet ist es oft schwierig, gute Angebote herauszufiltern und vertrauensvolle Quellen zu finden. Unser Partner, der DJV NRW, kann euch hier weiterhelfen:

Journalist/-in werden? Gar nicht so einfach wie gedacht

Ein staatlich festgelegtes Berufsbild wie für andere Berufe gibt es im Journalismus nicht. Auch die Berufsbezeichnung „Journalist“ ist ungeschützt. Das hängt zusammen mit der Interpretation des Grundgesetz-Artikels 5. Demnach hat jede/-r das Recht, eine Meinung in Wort, Bild und Schrift zu verbreiten – also auch journalistisch tätig zu werden.
Also ist es ganz einfach Journalist zu werden? Die Antwort ist ganz klar nein. Eine Qualifikation ist immer notwendig. Tatsächlich gibt es keinen festgelegten Weg in den Journalismus. Euch stehen theoretisch viele Wege offen: eine zweijährige Ausbildung („Volontariat“) bei Presse, Rundfunk oder Agentur, das Journalistik- Studium, der Besuch einer Journalistenschule oder ein beliebiges Fachstudium in Verbindung mit dem Nebenfach Journalistik.

Frühzeitig Kontakt zur Praxis

Wichtig ist auch neben Schule oder Studium schon praktische Erfahrungen zu sammeln, z.B. als freie Mitarbeiter in einer Lokalredaktion, denn hier arbeitet die größte Berufsgruppe im Journalismus.
Obwohl die Bewerberzahlen häufig entmutigen: Der Versuch, an einer Journalistenschule anzukommen oder ein Journalistik-Studium zu beginnen, schadet nicht. Manchmal klappt es im zweiten oder dritten Anlauf. Laut einer jüngeren Untersuchung haben 85 Prozent der Volontäre zuvor als Freie gearbeitet – durchschnittlich länger als dreieinhalb Jahre. Ein weiterer Grund sich frühzeitig Kontakte zur Praxis zu verschaffen.

Vorsicht bei dubiosen Angeboten

Es gibt auch einige schwarze Schafe unter den Journalistenausbildungen. Diese zu erkennen ist manchmal schwierig. Viele Redaktionen sind unterbesetzt, und Medienunternehmen arbeiten aus Kostengründen mit unterbezahlten Freien oder unbezahlten Praktikanten, denen ein Volontariat in Aussicht gestellt wird. Eine spätere Ausbildung ist aber meistens nicht garantiert. Vorsicht auch vor Angeboten einer „Journalistenausbildung“ außerhalb der Medien oder einer „Ausbildung“, die den Begriff „Volontariat“ meidet.
Der DJV NRW kann euch hierzu konkrete Auskünfte auf seiner Webseite erteilen. Auch weitere Infos findet ihr unter www.djv-nrw.de.

20. Oktober 2011

Wie werde ich Journalist?

von
IMG 9322 300x215 Wie werde ich Journalist?

Volontärin Claudia Schittelkopp

Der erstrebte Traumberuf in den Medien stellt viele Nachwuchsjournalisten vor eine Fülle von Fragen: Wie sehen meine ersten Schritte im Journalismus aus? Muss ich studieren? Welche Fächer sind für meine Berufswahl geeignet? Wie sieht der Ablauf eines Volontariats aus?

Mit Hilfe von Claudia Schittelkopp, Volontärin der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen, Hendrik Wieck, Referent Aus- und Weiterbildung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, sowie Gerd Roth, Leiter Coaching und Weiterbildung der Deutschen Presse-Agentur, soll ein wenig Licht in den Fragendschungel gebracht werden.

Claudia Schittelkopp hatte schon vor dem Abitur den Wunsch, einen abwechslungsreichen Beruf zu ergreifen. Sie wollte viel unter Menschen kommen, Informationen verarbeiten, Geschichten verbreiten und zur Meinungsbildung beitragen. Nach einem Besuch bei der Berufsberatung wurde ihr anfänglicher Gedanke, Journalistin zu werden, bekräftigt. Dort erfuhr sie auch von der Möglichkeit, für die Jugendseiten der Sächsischen Zeitung zu arbeiten. Sie ging hin. Der erste Schritt war getan. Von dem Moment an kam für sie kein anderer Beruf mehr in Frage. Nach dem Abitur entschied sich Claudia Schittelkopp für ein Magisterstudium der Politikwissenschaften und Kunstgeschichte an der Universität Heidelberg. Nach dem Abschluss beschloss sie, einen Master in Journalistik an der Universität Leipzig anzuschließen. Besonders reizvoll an diesem Studiengang war für sie das integrierte Volontariat von einem Jahr. Dieses hat sie nun bei der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen angetreten. „Die Studienwahl sollte vor allem davon abhängen, was einen interessiert“, empfiehlt die Volontärin. Wichtig sei es zudem, immer am Ball zu bleiben, das heißt, Praktika zu absolvieren und als freier Mitarbeiter tätig zu sein. Claudia Schittelkopp selbst war während des Studiums bei der Sächsischen Zeitung, der Rhein-Neckar-Zeitung und einem Stadtmagazin in Mannheim tätig. Zudem war sie Praktikantin bei Doppelkeks e.V., einem Verein zur Förderung des journalistischen Nachwuchses. Im Anschluss an ihr Magisterstudium verbrachte sie ein halbes Jahr in der Redaktion der Cosmopolitan. „In Praktika lernt man vor allem soziale Kompetenzen“, sagt sie. Hier erfahre der Nachwuchs den Umgang mit Kritik, das Gespräch mit Lokalpolitikern, eben alles was ein angehender Journalist braucht.

Über ihren Volontariatsplatz ist Claudia Schittelkopp überglücklich. Sie schwärmt von ihren neuen Aufgaben: „Ich kann Videos und Fotos machen, Online-Artikel verfassen sowie Twitter und Facebook pflegen.“ Natürlich zählt das klassische Berichteschreiben auch zu ihren Aufgaben. Zudem lernt sie, wie eine Zeitungsseite aufgebaut ist. Acht Monate ihres Volontariats wird sie in den verschiedenen Lokalredaktionen tätig sein, vier Monate verbringt sie im Stammsitz der HNA in Kassel. „Ich kann hier crossmedial arbeiten und mich mit meinen eigenen Ideen einbringen“, berichtet Claudia Schittelkopp begeistert weiter. Nachwuchsjournalisten rät sie vor allem, nicht aufzugeben, Rückschläge zu überwinden. Auch bei Bewerbungen gelte es nachzuhaken. Bekommt man eine Absage, solle man es nochmal versuchen. „Nachfragen, nicht locker lassen, das mache schließlich einen guten Journalisten aus“, lacht sie.

Um eine Hospitanz in der Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu bekommen, sollten die ersten journalistischen Schritte bereits gemacht worden sein. Hendrik Wieck, Referent Aus- und Weiterbildung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, empfiehlt Nachwuchsjournalisten den Einstieg über die Lokalzeitung. Hier gebe es schon früh die Möglichkeit, eigene Texte zu veröffentlichen. Eine Hospitanz in der Rhein-Main-Zeitung sei allerdings auch ohne vorherige journalistische Erfahrung möglich. Voraussetzung hier ist ein Test, bei dem der Umgang mit Sprache geprüft wird. Studientechnisch seien alle Fachrichtungen willkommen. Wichtig sei, dass sich der Nachwuchsjournalist in ein Thema tief einarbeite und sich hier als Experte auskenne. Grundsätzlich ist ein Hochschulstudium Voraussetzung für ein Volontariat bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das wichtigste Element der journalistischen Bewerbung sind die Arbeitsproben. „Verfügt man über keine Veröffentlichungen, sollte sich der zukünftige Journalist Themen vornehmen, zu denen er Texte verfasst“, empfiehlt Hendrik Wieck.

Eine Hospitanz bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung umfasst in der Regel drei Monate. In dieser Zeit kann der Nachwuchsjournalist am Redaktionsleben teilnehmen. Er hat die Möglichkeit, Themen vorzuschlagen und zu bearbeiten. Viele Redaktionen bieten ein Mentorensystem an. Während eines Volontariats bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung durchläuft der Journalistennachwuchs die Ressorts Politik, Sport, Wirtschaft, Feuilleton, Deutschland und die Welt, die Rhein-Main-Zeitung und die Onlineredaktion. Ausbildungsbeginn ist jeweils der 1. April. Die ersten sechs Wochen verbringen die neuen Volontäre gemeinsam. Sie lernen die Ressorts kennen, haben Softwareschulungen und arbeiten an Probeprojekten. Was Hendrik Wieck Nachwuchsjournalisten empfiehlt? In Praktika sollte jeder für sich rausfinden, ob er Spaß an dem Beruf hat. Mitbringen sollte der junge Journalist Neugierde und keine Scheu, sich auch an schwierige, persönlich eher unzugängliche Themen zu wagen.

„Offen und interessiert ebenso wie kritisch und skeptisch zu sein“, das empfiehlt Gerd Roth, Leiter Coaching und Weiterbildung bei der Deutschen Presse-Agentur, dem journalistischen Nachwuchs. Bei Bewerbungen für die abwechslungsreichen Volontariate achtet die dpa darauf, dass junge Journalisten offen für alle Medienformen sind, sich vielseitig interessieren und Informationen nicht unkritisch übernehmen. Wer im Journalismus arbeiten will, sollte viel Praxis sammeln, multimediale Erfahrungen machen und möglichst breit aufgestellt sein. Für ein Volontariat bei der Deutschen Presse-Agentur sind deswegen Erfahrungen in verschiedenen Redaktionen Voraussetzung. Bewerber müssen nicht zwingend über ein abgeschlossenes Studium verfügen. „Wichtig ist, dass der zukünftige Volontär Erfahrungen in vielen Bereichen gesammelt hat und über die Fähigkeit verfügt, sich mit Inhalten intensiv auseinanderzusetzen“, erklärt Gerd Roth. Die dpa bietet zweijährige Volontariate in den Bereichen Text, Foto, Audio und Video an. „Der multimediale Ansatz ist jeweils selbstverständlich, allerdings werden andere Schwerpunkte gesetzt“, erläutert Gerd Roth.

8. September 2011

Der Einstieg

von

Auszug aus dem Titel „Journalist werden!“ aus der Buchreihe Wegweiser Journalismus

Journalist werden ist nicht so schwer, Journalist sein dagegen sehr. Denn die Ausbildung kann in ihrer Vielfalt realisiert werden, während danach die Stunde der Wahrheit kommt. Auch die Besten kommen nicht immer ans Ziel. Das kann viele Ursachen haben: Arbeitskrise, Medienkrise, Outsourcing von Redaktionen etc. Es kann aber auch am falschen Einstieg liegen.

Das Wie des Einstiegs ist nicht zu unterschätzen. Wer in der vorlesungsfreien Zeit oder in den Schulferien bummelt, hat zwar schöne Wochen erlebt, für seine journalistische Laufbahn aber leidlich wenig getan. Das rächt sich später. Wer sich schon als Schüler oder Studierender bei einer Lokalredaktion „andient“, hat das Volontariat vielleicht bald in der Tasche.

Das gute alte Praktikum ist so wichtig wie – teils fälschlich – umstritten wie früher. Die freie Mitarbeit bindet einen an eine Redaktionsmannschaft – und macht einen manchmal sogar unentbehrlich. Die Hospitanz stellt die Krönung des vorberuflichen Einstiegs dar. Und immer noch gibt es die Quereinsteiger.

Die Buchreihe „Wegweiser Journalismus“ bietet journalistisches Grundwissen – für alle, die Journalist werden wollen oder ihr Wissen vertiefen möchten. Mehr zum Inhalt hier