Die Recherche ist das Fundament des Journalismus. Walther von LaRoche, der Altmeister der deutschen Nachrichtenpublizistik, fordert mit dem ebenso kühlen wie einleuchtenden Satz: „Die Fakten müssen stimmen!“ Diese Forderung klingt banal – ist aber in Wahrheit eine der verzwicktesten Aufgaben, die sich im journalistischen Alltag stellen. Denn allen Bemühungen um objektiven Zugang zu den Fakten zum Trotz, können viele Journalisten erstaunlich oft die Trennung von Tatsachen und Meinungen nur unvollständig vollziehen.
- niemals einer Quelle allein vertrauen
- vollständig und ausgewogen berichten – immer auch die andere Seite hören
- die Methode der Erkenntnis transparent machen
- nur Methoden nutzen, die unter Fachkollegen anerkannt sind
- die Selektion der Nachricht nach handwerklich anerkannten Kriterien vornehmen
- für Selbst- und Fremdkritik stets offen sein
- eigene Interessen und Befangenheit konsequent prüfen und möglichst ausschließen
Klar ist: Objektivität im philosophischen Sinne ist auch für keinen Journalisten erreichbar. Dennoch gehört der Grundsatz von der klaren Trennung von Fakten und persönlicher Meinung zu jeder professionellen journalistischen Arbeit.









